19.12.2019

Best-Practice und Vernetzung : „Chancen der Radikalisierungsprävention durch zivilgesellschaftliches Engagement“ am 20./21. März in Mainz

Welche psychologischen und gesellschaftlichen Faktoren tragen zu einer Radikalisierung bei? Warum radikalisieren sich Menschen? Wann und in welcher Form kann zivilgesellschaftliches Engagement präventiv gegen Radikalisierung wirken? Um diese Fragen und unterschiedliche Aspekte politischer und religiös begründeter Extremismen im gemeinsamen Austausch mit engagierten Bürger/-innen zu diskutieren, laden wir Sie herzlich zur zweitägigen Vernetzungsveranstaltung „Radikalisierung erkennen! – Chancen der Prävention durch zivilgesellschaftliches Engagement in verschiedenen Lebenswelten“ am 20./21. März 2020 in Mainz ein.


© Landeshauptstadt Mainz & BfDT
Das Feld der Radikalisierungsprävention ist breitgefächert und für engagierte Ehrenamtliche stellt sich häufig die Frage, wie sie einen Beitrag leisten können. Hier setzt unsere Kooperationsveranstaltung mit der Stadt Mainz an. Durch Impulse von Praktiker/-innen sowie Expert/-innen aus der Wissenschaft möchten wir uns gemeinsam mit Ihnen den unterschiedlichen Fragestellungen rund um die Möglichkeiten der Präventionsarbeit nähern und anhand von Best Practice-Beispielen Ideen für das eigene Engagement erarbeiten.

Die Veranstaltung beginnt am Freitag, dem 20. März mit Einstiegsimpulsen aus Forschung und Praxis. Hierbei werden allgemeine Fragen und Hintergründe von politischen und religiös begründeten Extremismen vorgestellt und kritisch diskutiert sowie die psychologischen Faktoren von Radikalisierungsprozessen erörtert. Durch diese Einblicke soll möglichst niedrigschwellig an das komplexe Thema der Radikalisierung herangeführt werden. Auch die variablen persönlichen, politischen und gesamtgesellschaftlichen Faktoren, die Teil eines Radikalisierungsprozesses sein können, werden beleuchtet. Außerdem teilt unser Botschafter für Demokratie und Toleranz, Selahattin-Burak Yilmaz, seine Erfahrungen aus seiner alltäglichen Arbeit mit Jugendlichen mit den Teilnehmenden.

Am zweiten Tag werden in Workshops mit Impuls-Tandems aus Praxis und Wissenschaft mögliche Radikalisierungsverläufe unterschiedlicher Lebenswelten wie dem Vereins- oder Familienleben intensiver diskutiert. Die Workshops behandeln die unterschiedlichen Lebenswelten immer vor dem Hintergrund, dass Radikalisierung als Prozess betrachtet wird und zivilgesellschaftliche Prävention nur bis zu einem gewissen Grad der Radikalisierung möglich ist. Daher zielen die Handlungsoptionen, die in den Workshops behandelt werden, stärker auf einen primärpräventiven Ansatz ab. Hierbei versucht man, demokratische und an Menschenrechten orientierte Kompetenzen bei gefährdeten Personen zu stärken um eine Hinwendung zu extremistischen Szenen vorzubeugen. In den Workshops wird außerdem ein Fokus auf gendersensible Ansätze gelegt. Das vollständige Programm finden Sie in Kürze auf unserer Homepage.



Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Reisekosten können leider nicht übernommen werden. Für weit anreisende Teilnehmer/-innen stellen wir ein begrenztes Zimmerkontingent in einem Hotel nahe des Veranstaltungsortes zur Verfügung. Falls Sie eine kostenfreie Übernachtung vom 20. bis 21.03.2020 benötigen, vermerken Sie dies bitte bei Ihrer Anmeldung.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!


Ansprechpartner/-innen


Büro für Integration und Migration der Stadt Mainz
Carlos Wittmer
Große Bleiche 46
55028 Mainz
Tel.: (06131) 12-2737

Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie und Toleranz –
gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)

Janneke Stein
Friedrichstraße 50
10117 Berlin
Tel.: (030) 254504-464


Datum: 20. und 21. März 2020
Veranstaltungsort (unter Vorbehalt): Stadthaus Mainz, Große Bleiche 46, 55028 Mainz
Veranstalter: Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT), Landeshauptstadt Mainz